Aktuelle Situation international:
Die pandemische Grippe (H1N1) 2009 breitet sich zurzeit weltweit aus. Die Weltgesundheits organisation (WHO) hat am 11.06.2009 die pandemische Phase ausgerufen dies bedeutet, dass es zu einer anhaltenden Mensch-zu-Mensch-Übertragung gekommen ist.
Aktuelle Situation in der Schweiz
Die neue Grippe (H1N1) wurde erstmals am 29.04.2009 in der Schweiz nachgewiesen. Bis zum Ende August wurden mehr als 1000 Fälle registriert.
Unter einer Häufung versteht man drei oder mehr erkrankte Personen am gleichen Ort und im gleichen Zeitraum, zum Beispiel in einem Ferienlager, in einer Schule oder in einer Kaserne.
Risikoabschätzung für die Schweiz Mit der weltweiten Ausbreitung des Virus und der zunehmenden Anzahl der infizierten Personen in der Schweiz wie auch im Ausland erhöht sich das Risiko, dass man mit dem pandemischen Grippevirus (H1N1) 2009 in Kontakt kommt. Um sich vor einer Ansteckung durch die pandemische Grippe (H1N1) 2009 zu schützen oder im Falle einer Ansteckung das Virus nicht weiterzuverbreiten, sind persönliche Hygienemassnahmen erforderlich.
Wie steckt man sich an?
durch Kontakt mit infizierten Personen. Eine infizierte Person, die spricht, hustet oder niesst, kann die Viren weiterverbreiten (Troepfcheninfektuion). (im Abstand von weniger als einem Meter).
Wie gross ist das Ansteckungsrisiko?
Das Virus A H1N1/09 ist sehr ansteckend!!! Wenn es einmal in einem Land zirkuliert, verbreitet es sich umso schneller, je kälter und feuchter das Klima und je höher die Personenkonzentration ist.
Das Ansteckungsrisiko ist kleiner für Personen über 60 Jahre. und grösser für Kinder und Erwachsene von 20 bis 40 Jahren.
Wann beginnt und endet die Ansteckung?
Infizierte Personen sind bereits 1 oder 2 Tage vor dem Auftreten von Symptomen ansteckend, d.h. sie wissen dann noch nicht, daß sie ansteckend sind.
Die Ansteckungsgefahr dauert ungefähr 7 Tage bei Erwachsenen, ist aber länger (2-3 Wochen?) bei kleinen Kindern. Das Virus kann ziemlich lange (mehrere Tage) auf kontaminierten Gegenständen überleben.
Was sind die Symtome der neuen Grippe H1N1?
Infektion von Hals und Nase mit Halsweh, Erkältungs zeichen und Fieber, im allgemeinen begleitet von Husten.
stärkere Symptome wie
hohem Fieber,
Schüttelfrost,
Kopf-, Muskel- und Gelenksschmerzen,
Appetitmangel
Bei Kindern häufig
Erbrechen oder Durchfall .
Die Symptome dauern einige Tage bis zu einer Woche an.
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bei wem besteht ein erhöhtes erhöhtes Komplikationsrisiko?
chronischen Krankheiten ( Atem wegserkrankungen (Asthma, Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD) oder Zystischer Fibrose, kardiovaskuläre Krankheiten, Stoffwechsel krankheiten (Diabetes, Nierenerkrankungen), angeborene oder erworbener Immunschwäche und immunosuppressiver Therapie, schwangere Frauen, Kleinkinder,
≥65-Jährige,
Bewohner von Altersheimen und Pflegeeinrichtungen.
die Diagnose der neuen Grippe
beinhaltet den Nachweis des Virus.
Dazu müsste der Arzt die Aerztin einen Abstrich machen und die Laborprobe weiter ins Diagnostikzentrum leiten.
Erst nach Erhalt des Resultates kann man sagen, ob die Person erkrankt ist oder nicht. Der Arzt wird nicht mehr bei allen Verdachtsfällen einen Abstrich machen.
Wie lässt sich das Ansteckungsrisiko verringern?
- durch häufiges Waschen der Hände (Wasser und Seife oder einer Desinfektionslösung,
- Distanz halten (wenigstens einen Meter) zu kranken oder evtl. ansteckenden Personen
- Aufenthalte in Menschen- ansammlungen vermindern
-Tragen von Gesichtsmasken
Gibt es Impstoffe gegen die A H1N1/09-Grippe?
Die A H1N1-Impstoffe sind in Entwicklung. Zur Zeit ist kein Impstoff verfügbar, eine Einführung eines Impfstoffes wird erwartet auf den Herbst dieses Jahres. Weitere Informationen werden dazu publiziert werden.
Ist es möglich gleichzeitig gegen die saisonale Grippe und die Grippe A H1N1/09 zu impfen?
Die
Resultate der Impfverträglichkeitsstudien werden in den nächsten Monaten noch nicht erhältlich sein – und sie betreffen nur die saisonale Grippeimpfung. Das theoretische Risiko einer Interferenz (Abnahme der Immunantwort) ist gering für inaktivierte Impfstoffe.
Zur Zeit gibt es noch keine endgültige Antwort auf diese Frage!
Wem wird die Impfung gegen die (Schweine)grippe A H1 N1 empfohlen, sobald diese Impfung auf den Markt kommt?
-Personen, welche das Virus auf Personen übertragen können, welche ein hohes Risiko an
Komplikationen haben.
(Personen in Gesundheitsberufen)
-Schwangere (vorzugsweise ab dem 2. Trimenon) oder Frauen nach der Geburt;
-Kinder (ab 6 Monaten) und -Erwachsene bis 64 Jahren mit chronischen Herz- und Lungen krankheiten (speziell kongenitale Herzfehler, Herzinsuffizienz, Asthma, Mukoviscidose), chron. Stoffwechselkrankheiten ( Diabetes Typ II), Nieren insuffizienz, Erkrankungen des Blutes oder Immunsuppression);
-Familienangehörige dieser Patienten und solche von Säuglingen unter 6 Monaten;
-Personen die 65 Jahre alt oder älter sind und chronische Krankheiten haben.
Zum jetzigen Zeitpunkt besteht kein Grund, eine rasche Durchimpfung der
ganzen Bevölkerung zu empfehlen.
Welche Behandlungen sind verfügbar gegen die A H1N1/09-Grippe?
"Antivirale Medikamente" können die Symptome vermindern, die Dauer der Krankheit reduzieren und das Risiko für einen ernsthaften oder gar tödlichen Verlauf begrenzen.
Die antivirale Medikation soll wenn möglich innert 12h nach Einsetzen der Symptomatik bei Verdachts fällen begonnen werden.
-Wer bekommt die Therapie:
Ihr (Haus)Arzt entscheidet!
wichtig: diese Medikamente sind rezeptpflichtig und nur in Absprache mit dem (Haus)Arzt einzunehmen.
(Oseltamivir Tamiflu; resp Zanamivir Relenza )
Eine prophylaktische Einnahme (ohne Verdachtssymptome) ist zur Zeit nicht sinnvoll.
--> Arzt (telefonisch) benachrichtigen
Wann erwägt der Hausarzt einen Abstrich im Nasenrachenraum?
Verdachtsfälle mit
schweren Symptomen oder
sich rasch verschlechternder Krankheitsverlauf,
erhöhtem Komplikationsrisiko
bei Patienten mit chronischen Krankheiten (Zucker, Lungen- Herz- Nierenkrankheiten, Immunschwäche, gewisse Medikamente)
mit beruflichem Kontakt zu Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko
Verdachtsfälle mit Aufenthalt in einer Krippe oder Pflege-einrichtung. |
Weitere
Informationen
Informationen für die Öffentlichkeit (BAG-Bern) ***
www.pandemia.ch
Infektiologie des Kantonsspital St.Gallen: www.infekt.ch ***
Ärzte der Region Ostschweiz und Reiserückkehrer aus Epiedemiegebieten können die Hotline anrufen:
071 494 11 44
031 322 21 00
Aktuelles wir gegen Viren
Quelle: Robert Koch Institut
Influenzawebseiten vom
BAG/Kantonsarzt
-Situationsbericht des Bundesamtes für Gesundheit: Pandemische Grippe (H1N1) 28.8.2009
-Richtlinien für Schulen etc
Fallmanagement in Kollektiven (Schulen, Krippen, Ferienlager usw.)1 vor der pandemischen Grippewelle
-Probenentnahme (für Aerzte)
Beprobung von Verdachtsfällen der pandemischen Grippe (H1N1)
- Abgabe von Tamiflu
Empfehlungen zur Verabreichung von Oseltamivir (Tamiflu®) an erwachsene Patienten
-Behandlung von Kindern
Empfehlungen zum Management von Kindern
-Empfehlungen von SwissNOSO für den Schutz des Gesundheitspersonals gegen die pandemische Grippe (H1N1) 2009 (
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